Handlungsfeld 5

Gesellschaftsbezogene Aufgaben

Menschen auf einem Platz

Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bezüge kennen und verstehen und als Kirche sichtbar sein.

Bild: iStockphoto / © samxmeg

Mit dem Evangelium in der Gesellschaft präsent zu sein ist die Leitidee in diesem Bereich.

Weitere Ziele: Menschen in ihren Lebenswelten wahrnehmen und ihren Alltag mit ihnen teilen, sowie sich als Kirche an den gesellschaftlichen Diskursen beteiligen und öffentlich für Gerechtigkeit und Frieden eintreten.

Evangelische Christen sind Teil des Gemeinwesens und haben als Mitbürgerinnen und Mitbürger gesellschaftliche Verantwortung. Auch unsere Kirche als Ganzes sieht sich gefordert, die aktuellen Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur, in Wissenschaft und Technik sowie in Arbeitswelt und Wirtschaft zu begleiten und mitzugestalten.

Glauben dialogfähig bezeugen

Dabei hat sie im Sinne einer „öffentlichen Theologie“ den Glauben dialogfähig zu bezeugen und im ethischen Diskurs auf dem Hintergrund der biblischen Botschaft nach Lösungen zu suchen. Es geht um die Verantwortung vor Gott und dem Nächsten und vor den Mitgeschöpfen. Es geht um Wahrheit, Leben, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Und darum, wie diese angesichts komplexer Problemstellungen und realer Kräfteverhältnisse sachkundig eingebracht werden und so in den realen Entscheidungssituationen ihre Kraft erweisen können.

Am öffentlichen Auftrag der Kirche haben evangelische Christen an allen Orten und auf allen
Ebenen kirchlichen Lebens nach dem Maß ihrer Verantwortung Anteil. Das öffentliche Zeugnis hat sich in den Ortsgemeinden ebenso zu bewähren wie in den Einrichtungen und Diensten und in den Äußerungen Verantwortlicher bis hin zum Landesbischof und den Synoden. Hilfreich ist dabei, dass unsere Kirche bestimmte gesellschaftliche Gruppen und Themen durch fachkundige Beauftragte oder Einrichtungen langfristig begleitet:

Die Menschen beteiligen, die Interessen der Schwächeren wahren

Unsere Experten halten den Kontakt zu staatlichen Instanzen, Politik und Parteien, Gewerkschaften, Unternehmen, Interessenvertretungen und Netzwerken, Entscheidern und Experten. Sie sind Fachleute für Zweisprachigkeit und Dolmetscher an der Schnittstelle zwischen der Kirche und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Frühzeitig nehmen sie Entwicklungen wahr und moderieren Gesprächsprozesse. Über Einrichtungen, Bildungshäuser und Netzwerke beraten und begleiten sie Gemeinden, gesellschaftliche Gruppierungen und Verantwortliche in der Kirche zu den relevanten Themen ihres Handlungsfeldes. Mit ihnen suchen sie nach Lösungen, die die Menschen beteiligen und die Interessen der Schwächeren wahren.

Impulse
• Verstärkung und Verstetigung der kirchlichen Kontakte zu gesellschaftlich relevanten
Gruppen.
• Begleitung gesellschaftlicher und lebensweltlicher Veränderungsprozesse.
• Kooperationen im Einsatz für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Gewaltfreiheit und Toleranz.


17.02.2016 / ELKB