Handlungsfeld 6

Gerechte Welt

Blaue Friedenstaube als Grafik auf weißer Wand

Mit vereinten Kräften für Frieden und Menschenrechte eintreten

Bild: kallejipp / photocase.de

Der Einen Welt Gerechtigkeit zu verschaffen ist ein hohes Ziel. Sie wenigsten ein Stück weit gerechter zu machen, daran arbeitet die bayerische Landeskirche explizit seit mindestens fünf Dekaden.

Der vom Ökumenischen Rat der Kirchen in den 1980er Jahren initiierte Konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung hat weit über die Kirchen hinaus Bewusstsein und Programme geschaffen, die die Welt an vielen Orten gerechter und friedlicher machen.

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In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wird dies an vielen Orten konkret: Frieden wird gefördert, wo die Arbeitsstelle kokon (Konstruktiv im Konflikt) in sich entwickelnden Konflikten mit der Kompetenz von über 30 Mediator/innen an Wegen für ein gutes Miteinander arbeitet, wo durch die Stiftung Wings of Hope Menschen ausgebildet werden, die in Deutschland und verschiedenen Teilen der Welt bei der Bewältigung von Traumata helfen.

Gerechtigkeit soll gefördert werden, wo Strukturen von Ungerechtigkeit und Gewalt aufgedeckt werden, die ganz in unseren Verantwortungsbereich hineinreichen. Wenn z.B. im Rahmen der Fastenaktion darauf aufmerksam gemacht wird, dass die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Ost- nach Mitteleuropa fatale Folgen für die Herkunftsländer hat, wenn Diasporakirchen die sozialen und politischen Erschütterungen in ihren Ländern besonders zu spüren bekommen, wenn Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft angegriffen oder verfolgt werden.

Für die Bewahrung der Schöpfung – ganz im Sinne von Gottes Auftrag an den Menschen, die Erde zu bebauen und zu bewahren (Genesis 2,15) – setzen wir uns ein, wenn Mission EineWelt durch Sammelaktionen von Mobiltelefonen (Handyboxen an verschiedenen Orten) darauf aufmerksam macht, dass wertvolle Rohstoffe wie z.B. Koltan wiederverwendet werden können, deren Abbau im Kongo und anderen Ländern schweres Leid und Umweltzerstörungen verursachen. 

Wenn Mission EineWelt etwa dazu aufruft, Sojaimporte aus Brasilien zu stoppen, so wird damit ein Anliegen aufgegriffen, das dort in unserer Partnerkirche viele existentiell bewegt: der Schutz der Rechte der Landbevölkerung und der Schutz des Regenwaldes, dessen Bedeutung für das Klima weltweit relevant ist.


22.10.2020 / Hans-Martin Gloël