Handlungsfeld 8

Presse, Öffentlichkeitsarbeit & Medien

Fernsehkameras

Die Medienlandschaft entwickelt sich immer weiter.

Bild: iStockphoto / © RoPXL

Die Medien zu nutzen, um die gute Nachricht unter die Menschen zu bringen, ist die Leitidee des Bereiches Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Medien.

Weitere Ziele:

• In den Medien ein zeitgemäßes, einladendes Bild der Kirche anbieten.
• Evangelische Positionen auf dem Markt der gesellschaftlichen Meinungen vertreten.
• Medien nutzen, um miteinander zu kommunizieren.

Die evangelische Kirche versteht sich als öffentliche Kirche. Sie nimmt aktiv an der Kommunikation im öffentlichen Raum teil. Dabei nutzt sie heute, wie bereits in der Zeit der Reformation, die aktuellen Möglichkeiten von Medien. Öffentliche Kommunikation gehört zum Alltag von Haupt‐ und Ehrenamtlichen, Kirchengemeinden, Dekanatsbezirken, Einrichtungen und Diensten, Verbänden, landeskirchlichen Stellen und Institutionen. Kirchliche Kommunikation spiegelt damit die Breite kirchlichen Lebens wider.

Kontinuierliche Informationen für interne und externe User

Das Bewusstsein für die Bedeutung einer qualitätsvollen kirchlichen Kommunikation ist in den vergangenen Jahren erkennbar gewachsen, und der Umgang mit der wachsenden Zahl der Kommunikationsmedien hat sich professionalisiert. Eine große Bedeutung hat dabei die Nutzung des Internets gewonnen, seit einiger Zeit auch die Nutzung und der Umgang mit Social Media. Zunehmend wird kirchliche Kommunikation durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Diese hält für externe und interne Nutzer kontinuierlich Informationen bereit. Sie begleitet kirchliche Verantwortliche beim Kontakt mit den Medien und berät bei der Krisenkommunikation. Sie begleitet Gemeinden und Einrichtungen bei der Entwicklung ihres Erscheinungsbildes, bei Marketing‐ oder Fundraising-Maßnahmen und bei Kampagnen.

Als eigene gewachsene Form steht neben der Öffentlichkeitsarbeit die evangelische Publizistik mit Leitmedien wie den Sonntagsblättern, dem evangelischem Pressedienst, Verlagsveröffentlichungen, Filmproduktionen und diversen Crossmedia-Projekten. Evangelische Publizistik ist selbst Teil der Medienlandschaft und unterliegt ihren Gesetzmäßigkeiten. Wahrhaftige, aktuelle, verständliche und ästhetisch ansprechende Information ist gefragt. Positionelle Ausrichtung muss sich mit Unabhängigkeit gegenüber dem Berichtsgegenstand und der Institution Kirche verbinden. Das Ethos und die Qualitätskriterien guter Pressearbeit sind die Grundlage der Glaubwürdigkeit kirchlicher Publizistik. Verkündigend wirkt Evangelische Publizistik gerade dadurch, dass sie in Freiheit und auf freie Urteilsbildung hin über Impulse und Wirkungen des Evangeliums in Kirche und Gesellschaft berichtet.

Gottesdienste in Rundfunk und TV haben wichtigen Stellenwert

Medien und Medienschaffende tragen zur demokratischen Kultur bei. Etliche Medienschaffende begleiten auch die Arbeit der Kirchen mit kundigem Interesse und konstruktiver Kritik. Sie bedürfen auch selbst der konstruktiven und kritischen kirchlichen Begleitung in ihrer nicht leichten Aufgabe. Auf allen Ebenen kirchlichen Handelns ist es wichtig, diese Kontakte zu pflegen. Darüber hinaus kooperiert die ELKB auf breiter Basis mit öffentlich‐rechtlichen und privaten Medien und liefert, wo gewünscht, Impulse und Beiträge zur Programmgestaltung in Rundfunk und Fernsehen. Einen wichtigen Stellenwert haben dabei nach wie vor Rundfunk‐ und Fernsehgottesdienste.

Impulse
• Verbesserung des aktiven und passiven Umgangs mit Medien.
• Ausbau der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit (Gemeindebriefe, Internet, Social
Media).
• Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit der kirchlichen Dienste, Werke, Verbände.
• Verbesserung der Rahmenbedingungen für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit und kirchliche
Publizistik (Ausstattung, Verbindliche Zusammenarbeit der Ebenen).
• Konzentration und Abstimmung von Themen, die in die Öffentlichkeit gebracht werden
sollen.
• Weiterentwicklung des gemeinsamen Erscheinungsbildes der ELKB.


04.02.2016 / ELKB