Handlungsfeld 2

Familien in den Blick nehmen

Familienarbeit

Familien in den Blick nehmen

Bild: Goebel/afg

Die Lebenswirklichkeit von Familien wandelt sich stetig, und das stellt eine besondere Herausforderung an die Akteure vor Ort dar.! Das Zusammenspiel von Kirche und Diakonie ist gefragt.

„Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt ganz entscheidend von der Zukunft der Familien ab.“ Dieser Satz wird häufig zitiert. Will er ernst genommen sein, bedarf es vielfältige Maßnahmen der Ausgestaltung.

Mehr zum Thema

Familien sind im Fokus von Politik und Gesellschaft, von Kirche und Diakonie: Familien sind darauf angewiesen, zur Erfüllung ihrer Aufgaben zuverlässige positive Rahmenbedingungen zu haben. Das heißt, Familien brauchen eine unterstützende soziale Infrastruktur wie bedarfsgerechte Kinderbetreuung, familienorientierte Schulen und Arbeitsplätze, Familienberatung und Elternbildung. Sie brauchen familiengerechte Wohnungen und ein familienfreundliches gesellschaftliches Klima.

Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (eaf bayern)

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e.V. (eaf bayern) – der familienpolitische Verband von Kirche und Diakonie in Bayern – ist ein Zusammenschluss von 20 familienrelevanten Werken, Diensten, Verbänden und Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Diakonie, die sich für verbesserte Lebensbedingungen für Familien und Kindern einsetzen. Die eaf bayern engagiert sich für eine familiengerechte und kinderfördernde Infrastruktur, den Ausbau der Betreuung und Bildung für Kinder und Jugendliche, die Unterstützung von pflegenden Angehörigen, eine finanzielle Entlastung von Familien sowie die Anerkennung aller Lebensgemeinschaften. Der familienpolitische Verband berät Politik, Kirche und ihre Diakonie in familienrelevanten Fragestellungen, nimmt zu aktuellen Gesetzesvorhaben Stellung und äußert sich zu familienpolitischen Themen; darüber hinaus veranstaltet er Fachtagungen zu aktuellen familienspezifischen Themen. Familienpolitische Informationen, Positionen und Veranstaltungshinweise finden Sie auf der Webseite des Verbands.

Familienarbeit im Amt für Gemeindedienst (AfG)

Die Mitarbeiterinnen im Arbeitsfeld Familienarbeit im Amt für Gemeindedienst wollen mit ihrer Arbeit Kirchengemeinden und weitere kirchliche Einrichtungen anregen, befähigen und unterstützen (Entwicklungsideen, Konzeptionsentwicklung, Projekte, Fachtagungen und Impulstage, Fortbildungen, Beratungen, Arbeitshilfen und vieles mehr). Die Verantwortlichen bieten Beratung und Begleitung in Fragen rund um die aktuellen Themen von Familien und Gemeinde sowie Familien und Kirche. Im Arbeitsbereich gibt es zudem zwei Arbeitsschwerpunkte: Familienerholung - das ist das Angebot von überregionalen Familienfreizeiten - sowie die Stärkung von Elternkompetenz mit dem Elterntraining „FamilienTeam®“. Weitere Informationen auf der Webseite der Familienarbeit

Familienarbeit und Familienberatung im Diakonischen Werk Bayern

Familienarbeit ist ein diakonisches Querschnittsthema. Neben dem Einsatz für eine evangelisch orientierte Familienpolitik beschäftigen sich zahlreiche Fachbereiche in der bayerischen Diakonie mit der Beratung von Hilfesuchenden zu Themen wie Schwangerschaft, Ehe, Familie und Erziehung, mit der Arbeit mit Alleinerziehenden, der Adoptionsvermittlung sowie der Familienpflege. Die Diakonie in Bayern setzt sich sowohl politisch für den Stellenwert der Familie als auch mit praktischen Angeboten für Familien ein. Eine Auswahl finden Sie auf der Webseite des Diakonischen Werks in Bayern sowie im Evangelischen Fachverband für Beratung.

Die aktuelle demografische und die gesellschaftliche Entwicklung und deren Begleiterscheinungen bringen weitreichende Veränderungen auch für das Miteinander und die Arbeit in Kirchengemeinden, in Bildungsstätten und Kindertageseinrichtungen mit sich und machen die Zukunftsplanung zu einer großen Herausforderung für die Akteure und deren Zusammenspiel. Drei Partner gestalten in der bayerischen Landeskirche dieses Arbeitsfeld.


03.02.2016 / Andrea Seidel