Handlungsfeld 3

Konfirmationsarbeit

Mädchen in festlicher Kleidung

Festliche Angelegenheit: Die Konfirmation ist für Jugendliche ein ganz besonderes Ereignis.

Bild: iStockPhoto / Reuben Schulz

 24.800 Jugendliche wurden im Jahr 2013 in Bayern konfirmiert. Die Konfirmationsarbeit der ELKB berät und begleitet Hauptamtliche in der Konfikurs-Zeit.

Die evangelische Konfirmation ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein Bildungsprozess auf der Grundlage der Taufbotschaft. Neben dem formalen kirchlichen Bildungsangebot des schulischen Religionsunterrichts steht die nonformale Bildung im Kindergarten, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Erwachsenenbildung und im Besonderen in der Konfirmandenzeit (Konfiseurs).

Im Mittelpunkt der Konfirmationsarbeit stehen die Jugendlichen. Bei religiösen Bildungsprozessen geht es darum, den eigenen Glauben zu entwickeln und zu stärken. Die Fähigkeit, Äußerungen der (christlichen) Religion zu verstehen und damit umzugehen, verbindet sich mit der Auseinandersetzung über Sinnfragen, die eine bestimmte Sprachfähigkeit voraussetzt. 

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Im Kern geht es darum, was dem Leben Halt und Orientierung geben kann, was das Denken, Fühlen und Handeln bestimmt. In Anlehnung an Martin Luthers Definition geht es dabei um "Gott". Theologisieren ist deshalb keine Methode der Konfi-Arbeit, sondern ihre Ausrichtung.

Die Konfirmationsarbeit wird von den Pfarrerinnen und Pfarrern in den Kirchengemeinden geleistet. Oft begleiten auch Jugendliche, so genannte Konfi-Teamer, die Konfigruppen. Zumeist dauern die Konfikurse in Bayern ein Jahr. Abschluss ist der feierliche Konfirmationsgottesdienst. Der Arbeitsbereich Konfirmationsarbeit im Religionspädagogischen Zentrum in Heilsbronn unterstützt Haupt- und Nebenamtliche bei der Planung und Gestaltung der Konfikurse. Das umfangreiche Angebot beinhaltet Bausteine und Anregungen für den Kurs, Tipps für die Organisation sowie Vorschläge für Gottesdienste und Elternveranstaltungen. Regelmäßig werden neue Forschungsergebnisse sowie Literatur- und Medientipps veröffentlicht.


22.02.2016 / Andrea Seidel