Handlungsfeld 8

Das Netz sinnvoll nutzen

Laufbahn mit Mausfinger

Zeigt, wo's langgeht: das Internet

Bild: iStock / inventis

Das Internet ist das Standardmedium, in dem sich Menschen aller Bevölkerungsschichten und Altersstrukturen tummeln – Kirche will mit ihnen ins Gespräch kommen.

Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert ohne Internet ist kaum noch vorstellbar. Die mediale Kommunikation hat andere seit Jahrhunderten übliche Kommunikationsformen wie zum Beispiel den Briefverkehr zunehmend verdrängt. Das Internet ist zum Leitmedium unserer Gesellschaft geworden. Diesem Leitmedium kann und will sich unsere Kirche nicht verweigern. Es gilt vielmehr die Chancen zu nutzen, die uns das Internet bietet.

Wie und mit welchem Auftrag will Kirche in Zukunft im Internet präsent sein? Wie reagiert die Landeskirche auf Facebook, Twitter und Co? Und welche Hilfestellungen sollen Mitarbeitende für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem "Web 2.0" erhalten? Auskunft darüber gibt die Internetstrategie "das Netz sinnvoll nutzen", die der Landekirchenrat im Februar 2012 beschlossen hat.

Das Netz sinnvoll nutzen, heißt für die ELKB, im Internet Gemeinschaften (communities) im Sinne der Kirche zu bilden und bestehende Gemeinschaften durch Kontakt und Kommunikation zu unterstützen, um das Evangelium Jesu Christi zu verbreiten. Über verschiedene Netzwerke und Plattformen besteht die Möglichkeit, Menschen, die wenig Kontakt zur Kirche haben, in ihren medialen Räumen anzutreffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Neben den Chancen birgt das Internet aber auch Gefahren und Risiken. Viele Menschen verlieren sich darin oder flüchten in Parallelwelten. Darum ist es wichtig, das Internet verantwortungsvoll zu nutzen. Die zunehmend ins Zentrum rückende Medienethik dient dafür als wichtige Hilfe.

Internetstrategie: Das Netz sinnvoll nutzen

Globalziel dieser Internetstrategie der ELKB ist die systematische Akzeptanz und sinnvolle Nutzung des Internets – neben anderen Medien – mit all seinen Möglichkeiten für die Verbreitung des Evangeliums. Dabei geht es um die Verwendung des Internets als Hilfsmittel im Blick auf Öffentlichkeitsarbeit, um die Durchdringung der im Netz neu geschaffenen Räume (Social Media etc.) sowie die Bereitstellung eigener Räume im Netz für wie auch immer an der Arbeit der ELKB mit ihren Gemeinden, Dekanaten, Einrichtungen und Diensten interessierte Menschen unter den Stichworten Befähigung und Vernetzung.
Internetstrategie zum Download

Internettag der Landeskirche

Einmal jährlich treffen sich alle im Internetbereich tätigen Haupt- und Ehrenamtlichen aus Kirchengemeinden, Dekanaten, Kirchenkreisen, Einrichtungen, Diensten und Werken zu einem Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden diskutieren im Plenum und in Workshops mit Referentinnen und Referenten über Trends und Entwicklungen im Internet. In Vorträgen und Workshops werden verschiedene Aspekte betrachtet.
Internettag auf Facebook
Einladung und Programm Internettag 2015

 

Internetbeauftragte der Dekanatsbezirke

Noch nicht offiziell legitimiert aber vor Ort engagiert – die Internetbeauftragten der Dekanatsbezirke in der Landeskirche kümmern sich um alle Aufgaben rund ums Internet vor Ort. Im Zentrum stehen die Webauftritte der Dekanatsbezirke oder die Weiterentwicklung von Auftritten der im Dekanat ansässigen Einrichtungen und Dienste. Die Dekanatsbeauftragten – häufig Ehrenamtliche – kommen einmal jährlich zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Derzeit sind die Treffen mit dem Internettag der ELKB gekoppelt.

Internetarbeit in der Pressestelle der ELKB

Die Internetarbeit in der Pressestelle der ELKB berät die kirchenleitenden Organe und die Abteilungen im Landeskirchenamt in Fragen der Internetkommunikation. Sie konzipiert und betreut die landeskirchliche Webseite www.bayern-evangelisch.de. Das Angebot für Mitglieder und Interessierte wird fortwährend weiterentwickelt und ausgebaut. Auch die Webseite für Konfirmandinnen und Konfirmanden www.konfiweb.de wird hier entwickelt und redaktionell begleitet. Im Rahmen der integrierten Kommunikation in Finanzfragen konzipiert und gestaltet die Internetarbeit das Angebot www.kircheundgeld.de. Dazu betreuen die Mitarbeiterinnen in Kooperation mit anderen Landeskirchen und der VELKD das Projekt www.trauernetz.de. Gemeinsam mit der VELKD gestalten und pflegen die Internetverantwortlichen den digitalen Liturgischen Kalender www.kirchenjahr-evangelisch.de. Auch die beliebten Portale www.taufspruch.de, www.trauspruch.de und www.konfispruch.de werden in Kooperation - mit dem GEP in Frankfurt - angeboten.

Vernetzte Kirche

Die "Vernetzte Kirche" der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern will den Menschen und Einrichtungen, die für unsere Kirche tätig sind, den Weg ins Internet ebnen und beim Umgang damit helfen. Für Gemeinden, Dekanate und kirchliche Einrichtungen unserer und anderer Landeskirchen bietet Vernetzte Kirche „Musterwebites“ und Web-Visitenkarten" für die Erstellung der eigenen Homepage, den Online-Veranstaltungskalender „Evangelische Termine“, Tagesschulungen für die Pflege der "Musterwebsites" und Tagesschulungen zu Social Media 2.0. Die Mitarbeitenden betreuen Zielgruppen- und Special-Interest-Portale wie
www.berggottesdienste.de, www.kircheimgruenen.de, www.solideo.de, www.offene-kirchen-bayern.de, www.kirche-entdecken.de, www.unserezeiten.de und www.e-wie-evangelisch.de.
Vernetzte Kirche im Internet

Amt für Gemeindedienst

Das Arbeitsfeld Gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit im Amt für Gemeindedienst ist eine etablierte Schnittstelle zu den Kirchengemeinden, Dekanatsbezirken und Einrichtungen der ELKB ist, wenn es um Fragen der Öffentlichkeitsarbeit. Die Mitarbeitenden beraten im Blick auf eine integrierte Kommunikation der verschiedenen Bausteine vom Gemeindebrief, über Schaukasten und Werbeformate bis hin zur Internetkommunikation.
Gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit im Amt für Gemeindedienst


25.01.2016 / Andrea Seidel