Handlungsfeld 2

Frauen wollen hoch hinaus

Outdoor-Seminar im Klettergarten

Outdoor-Seminar im Klettergarten

Bild: ELKB/PÖP

Frauen in ihrer großen Vielfalt, in ihren verschiedenen Lebensphasen, Lebensformen und Arbeitsbezügen engagieren sich in der bayerischen Landeskirche für die Interessen der Frauen.

Evangelische Frauenarbeit bedeutet heute, das Anliegen der Frauen in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbezügen aufzugreifen und an der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft Stellung zu kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen zu nehmen, Impulse zu geben und politische Prozesse „anzuschieben“. Große wie kleine Verbände wie das Team für Pfarrfrauenarbeit oder der Verband für Dorfhelferinnen in Bayern e.V., Werke und Referate wie das FrauenWerk Stein e.V., die Fachstelle für Frauenarbeit, Arbeitsgemeinschaften wie geistliche Gemeinschaften, so die Communität Casteller Ring e.V., die Frauengleichstellungsstelle, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und weitere Abteilungen und Dienste engagieren sich und vertreten gemeinsam die Interessen der Frauenwelt.

Die wirksame Förderung der Zusammenarbeit verlangt aufgrund der Vielfalt eine gute
Vernetzungsarbeit, da die Eigenständigkeit der jeweiligen Gruppen und Verbände erhalten bleiben soll. Gerade auch die vielfältige Arbeit in den Kirchengemeinden will gut begleitet sein. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich vor Ort in Frauenkreisen, Frauenfrühstücken und Frauentreffs. Drei Partnerinnen koordinieren in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern maßgeblich die Frauenarbeit.

Evangelische Frauen in Bayern

Logo der Evangelische Frauenarbeit in Bayern,© efb-bayern.de

Mehr als 22 Mitgliedsorganisationen und Verbände machen Angebote für Frauen in der bayerischen Landeskirche. Der Dachverband hierzu sind die Evangelischen Frauen in Bayern (EFB). Die Angebote richten sich an Frauen in unterschiedlichen privaten und beruflichen Situationen: an Frauen in Erwerbs- und Familienarbeit, an ältere und junge Frauen, an Frauen in verschiedenen kirchlichen Berufen und Gemeinschaften, an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in den Gemeinden und in der Ökumene. Die einzelnen Mitgliedsorganisationen arbeiten selbständig. Mit ihren Gruppen und Verbänden haben sei ihre eigenen Zielgruppen und Schwerpunkte.

In den vergangenen Jahren setzt sich die EFB unter anderem erfolgreich für die Frauenordination und Gleichstellung der Pfarrerinnen, für die Abschaffung des Vetoparagrafen und für die Ausbildung der Diakoninnen ein. Sie war maßgeblich an der Einrichtung der Frauengleichstellungsstelle beteiligt und tritt für den Frauensonntag in der Landeskirche ein. Informationen zu den Evangelischen Frauen unter http://www.efb-bayern.de

Die Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein

Die Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein  ,© fachstelle-frauenarbeit.de

Die Fachstelle für Frauenarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im FrauenWerk Stein e.V. ist beauftragt, die Grundaufgabe "Frauenarbeit" in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu gestalten. Sie entwickelt Konzeptionen, Fortbildungen und Arbeitsmaterialien für gemeinde-, gesellschaftsbezogene und ökumenische Frauenarbeit und vernetzt verschiedene Bereiche evangelischer Frauenarbeit in Bayern. Die Fachstelle wendet sich an ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen in Dekanaten, Gemeinden, Frauengruppen und kirchlichen Gremien sowie an Frauen, die in kirchlichen Einrichtungen und Gremien Leitungsaufgaben wahrnehmen, die mit Frauen arbeiten und an Frauenfragen interessiert sind. Informieren Sie sich über das aktuelle Fortbildungsprogramm und die Veröffentlichungen der Fachstelle für Frauenarbeit unter http://www.fachstelle-frauenarbeit.de.

Die Frauengleichstellungsstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (fgs)

Die Frauengleichstellungsstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (fgs) hat die Aufgabe, Gleichberechtigung und tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern einzufordern, wie es in Artikel 11 der bayerischen Kirchenverfassung festgelegt ist. Die fgs wirkt der Benachteiligung von Frauen in allen Bereichen kirchlichen Lebens entgegen und trägt damit zur Verwirklichung einer gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern bei. Mit vielfältigen Vorschlägen, Arbeitsvorhaben und Stellungnahmen wirkt sie in alle kirchlichen Bereiche hinein. Sie berät Institutionen, kirchliche Leitungsgremien und Einzelpersonen in Hinblick auf Gleichstellungsarbeit und Frauenförderung und begleitet die Gleichstellungsbeauftragten nach dem kirchlichen Gleichstellungsgesetz. Sie setzt sich für verstärkte Vertretung von Frauen in Leitungspositionen und Gremien ein. Informationen zur Gleichstellungsarbeit.


02.02.2016 / Andrea Seidel