Handlungsfeld 10

Leitungshandeln

Schlüssel

Viele unterschiedliche Schlüssel zur gemeinsamen Verantwortung in der Kirche: Leitungshandeln in der ELKB

Bild: iStockPhoto / Catherine Lane

Die evangelische Kirche hat mit ihren Kirchenvorständen, Synoden und weiteren gewählten Gremien ein breites Netz der Mitbestimmung und gemeinsamen Verantwortung entwickelt.

Die Landeskirche fördert alle ihre Mitglieder darin, Mitverantwortung für den Weg der Kirche zu übernehmen. Leitung wahrnehmen in der Kirche geschieht durch viele Menschen verschiedener Berufsgruppen in verschiedenen Verantwortungsbezügen. Sie geschieht durch Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen, Synodale, Einrichtungsleiterinnen, Verwaltungsstellenleiter, Diakone und Diakoninnen und viele andere.

Diese tragen geistliche und organisatorische Verantwortung und bringen ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zum Wohle des Ganzen ein.

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Gleichzeitig überträgt Kirche ihren Pfarrerinnen und Pfarrern im Dienst Leitungsverantwortung für die Gemeinden. Entscheidend ist, wie die verschiedenen Leitungsformen zusammenwirken und dass sie sich als Dienst an dem einen Auftrag verstehen.

Das Leitungsmodell der Landeskirche dient dazu, dass viele Menschen an der Erneuerung der Kirche teil haben, dass Einheit und Selbstbestimmung gefördert werden. Wer leitet, braucht ein spirituelles Fundament, braucht Rollenklarheit, fachliche Kompetenz, Verantwortung und die Fähigkeit zur Selbstkritik.

Leitungskompetenz wird nicht automatisch mit einem Amt über Nacht erworben, Leitungshandeln muss gelernt werden. Die Fortbildung und Begleitung in Leitungsfragen hat in der bayerischen Landeskirche einen hohen Stellenwert. Ziel ist ein Leitungshandeln, das dem Auftrag der Kirche dient – zur Ehre Gottes, zum Wohl der Menschen.


13.01.2016 / Andrea Seidel